Pflasterpass in Bronze und Silber

22.​12.​2025

Wenn ein Pflaster Mut macht: Kleine Geschichte vom Helfenlernen
Ein aufgeschürftes Knie, ein kurzer Schreck, vielleicht sogar ein paar Tränen. Viele Kinder
kennen solche Momente vom Spielen. Doch was wäre, wenn man genau dann wüsste, was zu
tun ist? Beim letzten Kindersport-Treffen in Pritzwalk durften die Kinder genau das erleben:


Helfen lernen – mit Herz, Mut und einem Pflaster.


Am 4. Dezember 2025 verwandelte sich die Turnhalle der Jahn-Grundschule in einen Ort, an
dem kleine Hände Großes lernten. Spielerisch und mit viel Freude entdeckten die 3- bis 7-
jährigen Kinder, wie man kleine Wunden versorgt, Pflaster richtig klebt und in aufregenden
Momenten ruhig bleibt.
Dabei ging es nicht nur um Verbände und Pflaster. Es ging um das Gefühl, nicht hilflos zu
sein. Um das Stolzsein, wenn man einem Freund helfen konnte. Und um den Mut, den es
braucht, Verantwortung zu übernehmen – auch wenn man noch klein ist.
Begleitet wurden die Kinder von Tino, einem Rettungssanitäter, der mit ruhiger Stimme,
einem Lächeln und viel Erfahrung zeigte: Helfen ist gar keine Zauberei. Schritt für Schritt
nahm er den Kindern die Angst. Mit Theo und dem kleinen Igelchen an seiner Seite wurde
aus Unsicherheit ganz schnell Mut und Vertrauen.
Die Kinder waren mit viel Freude und Neugier bei der Sache und machten toll mit.
Am Ende dieses besonderen Nachmittags gingen die Kinder nicht nur müde, sondern auch ein
Stück gewachsen nach Hause. Mit neuem Wissen, gestärktem Selbstvertrauen – und der
Gewissheit: Wenn etwas passiert, kann ich helfen.


Jedes Kind erhielt am Ende der Stunde stolz seinen Pflasterpass in Bronze überreicht.
Ein Nachmittag, der nicht nur Wissen vermittelte, sondern auch Mut machte: Denn manchmal
sind es die Kleinsten, die im Ernstfall Großes leisten können.


Auch am 15. Dezember lag eine besondere Spannung in der Luft: Im Rahmen des
Kindersportangebots des Vereins nahmen die 7- bis 12-jährigen Kinder am Pflasterpass teil.
Ziel der Einheit war es, das erlernte Wissen zu wiederholen, zu vertiefen und praktisch
anzuwenden. Beim Pflasterpass verwandelten sich die Mädchen und Jungen für einen
Nachmittag in kleine Lebensretter.
Schon zu Beginn hörten alle aufmerksam zu, als erklärt wurde, wie man sich im Notfall
richtig verhält. Besonders spannend wurde es, als die Kinder selbst wieder aktiv werden
durften. Mit großer Ernsthaftigkeit und viel Neugier übten sie u. a. die stabile Seitenlage –
vorsichtig, konzentriert und immer darauf bedacht, alles richtig zu machen. „So kann man
jemandem wirklich helfen“, war mehrfach zu hören.
Passend zur Jahreszeit wurde auch das richtige Verhalten auf dem Eis thematisiert. Was tun,
wenn ein Mensch ins Eis einbricht? Schnell wurde klar: Mut allein reicht nicht – kluges
Handeln kann Leben retten. Mit einfachen Regeln und praktischen Beispielen lernten die
Kinder, wie sie sich selbst schützen und anderen helfen können.


Am Ende des Tages waren nicht nur Pflaster verteilt, sondern auch jede Menge neues Wissen.
Stolz nahmen die Kinder ihre Auszeichnungen entgegen: den Pflasterpass in Bronze und
Silber. Die strahlenden Gesichter zeigten deutlich, wie viel sie gelernt hatten – und wie
wichtig es ist, schon früh Verantwortung zu übernehmen.
Der Pflasterpass ist damit mehr als ein Kurs. Er ist eine kleine Geschichte vom Großwerden,
vom Miteinander und davon, wie ein Pflaster manchmal viel mehr heilt als nur eine Wunde.
Sandra Braun
SV Drehscheibe, ÜL Kindersport

 

Weitere Fotos folgen ...

 

Bild zur Meldung: Pflasterpass in Bronze und Silber

Fotoserien


Pflasterpass in Bronze und Silber (29.​12.​2025)