- Die Sonne lacht – Kindersport in der Badeanstalt
- Ferienspaß „Im Reich des Neptun – Hüter der Meere“
- Sport im Garten – Bewegung gegen Krebs trifft sich an der frischen Luft
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Chinareise 2026 – Zwischen Wüste, Tempeln und herzlichen Begegnungen
Im Mai 2026 machten sich fünfzehn TaiChi- und Qigong-Begeisterte unter der Leitung von Norbert Staab auf den Weg ins Land der Mitte.
Unsere erste Station war Dunhuang, eine alte Oasenstadt an der ehemaligen Seidenstraße im Nordwesten Chinas. Hier gab es Sand, Wind, Kamele und den ältesten Abschnitt der Großen Mauer, der so gar nicht den Bildern aus dem Fernsehen entsprach. Wie bei Touristen aus aller Welt standen auch auf unserem Programm all die Sehenswürdigkeiten, die in jedem Reiseführer unter der Überschrift „Muss man gesehen haben“ auftauchen. Wir sahen einen riesigen Solarpark, bestaunten die unendliche Weite der Wüste, vor der man sich plötzlich sehr klein fühlt, und besuchten die berühmten Mogao-Grotten mit ihren unzähligen Statuen und Wandmalereien.
Mit dem Zug ging es weiter nach Lanzhou an den Gelben Fluss. Der Huang He zeigte sich dabei von seiner launischen Seite. Die Besichtigung der Binglingsi-Höhlen endete in einem für die Jahreszeit eher ungewöhnlichen Regenschauer. Spätestens als wir anschließend in den Nachtzug stiegen, begann jener Teil der Reise, den man durchaus als Abenteuer bezeichnen darf.
Unser Ziel war Tianshui. Dort verwandelten wir uns von staunenden Touristen in aufmerksame Schüler. Je nach Vorliebe und Leidenschaft wurden wir zehn Tage lang in TaiChi oder Qigong unterrichtet. Die Lehrer Shen Rui und Sifu Shen Xijing kümmerten sich mit viel Humor, noch mehr Geduld und einem morgendlichen Essiggetränk um uns, dessen Beliebtheit innerhalb der Gruppe durchaus unterschiedlich bewertet wurde.
Trainiert wurde in einem echten Museum. Da dieses an gewöhnlichen Öffnungstagen ein beliebtes Ausflugsziel ist, wurden wir bei fast jedem Gang durch die Anlage gefragt, woher wir kamen. Ebenso regelmäßig landeten wir auf den Fotos neugieriger Besucher. Dieses Interesse begegnete uns übrigens nicht nur im Museum. Ganz gleich, ob wir allein oder in der Gruppe unterwegs waren – die Menschen kamen uns offen, freundlich und mit ehrlicher Neugier entgegen.
Besonders herzlich waren die Begegnungen mit den Einheimischen, die selbst TaiChi oder Qigong praktizieren und teilweise sogar bei unseren Lehrern trainierten. So kam es immer wieder vor, dass wir bereits vor dem eigentlichen Unterricht gemeinsam mit Freunden oder auch völlig Fremden im Park übten. Gemeinsame Interessen verbinden eben.
Und genau daraus entstanden einige der schönsten Erlebnisse der Reise. Wir wurden in Privatwagen zu den Maijishan-Grotten gefahren, erlebten einen wilden Karaoke-Abend mit sehr viel chinesischem Gesang und durften einem bewegenden Wohnzimmerkonzert beiwohnen. Ein chinesisches Orchester spielte spontan gemeinsam mit einer deutschen Geigerin Tschaikowski – mehr Völkerverständigung passt kaum in ein Wohnzimmer.
Leider ging auch diese wunderbare Zeit irgendwann zu Ende. Wehmütig reisten wir weiter nach Xi'an, der letzten Station unserer Reise. Auch hier gab es wieder Unzähliges zu bestaunen: die Terrakotta-Armee, die Große Wildgans-Pagode und vieles mehr. Nachdem wir in den vergangenen Tagen bereits zahllose Stufen erklommen hatten, waren wir eigentlich der festen Überzeugung, dass uns keine Treppe der Welt mehr beeindrucken könnte. Die Kongtong-Berge belehrten uns eines Besseren. Eine taoistische Himmelstreppe kann tatsächlich fast bis in den Himmel führen.
Und ehe wir uns versahen, näherte sich unser Aufenthalt dem Ende.
Wir werden nicht nur das leckere Essen, die beeindruckenden Landschaften und die vielen kulturellen Schätze vermissen. Am stärksten in Erinnerung bleiben werden uns die Menschen, die uns immer wieder mit einem Lächeln begegneten und uns nach unserer Antwort auf die Frage „Woher kommt ihr?“ oft dieselben Worte schenkten: „Willkommen in China.“
Unsere Übungsleiterinnen und Übungsleiter sind mit Herzblut dabei und bilden sich regelmäßig fort. Manchmal auch in anderen Ländern. Das war ein Reisebericht von Conny Wriedt, die im Verein Rehasport, TaiChi und Qigong anbietet.
Bild zur Meldung: Zertifikat


